Wilde Väter

Unser Ziel war diesmal Bayreuth und wir trafen uns um 10:10 Uhr am Bahnhof Behringersdorf, um mit der Bahn zu reisen. Gemütlich ging es in Richtung Neuhaus/Pegnitz, wir stiegen dort um und fuhren nach Bayreuth Hauptbahnhof.
Froh gelaunt folgten wir unserem Organisator Christoph, der sich wiederum einem internationalen Fremdenführer, einem Herrn „Google“ anvertraute.

Leider war Herr Google offensichtlich noch nie in Bayreuth und so wurde unser Weg zu einer unfreiwilligen Stadtbesichtigung. Diese hatte jedoch auch ihren Reiz, so ging es an derBrauerei „Gebr. Maisel“ vorbei und wir konnten rote Ziegelbaugebäude besichtigen, die durchaus sehenswert waren, führten sie uns doch zurück in längst vergangene Zeiten. Unter anderem blickten wir auf einen hohen Schornstein, der in luftiger Höhe bereits mit einigen Eisenreifen gegen das Umfallen gesichert war. Der „Schiefe Turm von Pisa“ hätte gegen den „Schiefen Turm von Bayreuth“ keine Chance.

Jedenfalls wechselten wir nach langem Fußmarsch den Fremdenführer und vertrauten nun DHL, der zu unserer Überraschung nicht nur deutsch sprach, sondern hilfsbereit uns auch den Weg wies. Zielort war die Gaststätte „Liebesbier“. Eine in den Räumen der Brauerei modern eingerichteten Erlebnisgaststätte, die zu sehen aufgrund ihrer Architektur und Einrichtung höchsten Ansprüchen genügte. Warum dann das Essen teilweise einer Kantine glich, bleibt ein ungelöstes Rätsel.

Es ging weiter unter der kundigen Führung einer Stadtführerin, die uns unter anderem in die Stadtkirche führte. Dort platzten wir mitten in die Probe des „Windsbacher Knabenchors“, der am Abend ein Konzert gab. Hier ist anzuführen, dass die Jungs so rein und klar sangen, dass es uns die Sprache verschlug und wir still den Tönen lauschten. Danach durch den Schlosspark zum Haus „Wahnfried“, wo wir kurz am Grabe „Richard Wagner“ verweilten und auf die Frage von Fabian, welche Musik von Wagner stamme, stimmte Klaus fröhlich in Beethovens „5. Symphonie“ (Ba Ba Ba Da) ein, um Wagners Musik zu erklären. Der Fremdenführerin verschlug es die Sprache, während wir lachend über diesen „Fauxpas“ noch einen Blick durch das Fenster in die Villa warfen. Auf dem Bayreuther „Christkindlesmarkt“ beendeten wir bei Glühwein, Feuerzangenbowle und Bier den Abend und fuhren mit der diesmal pünktlichen Bahn nach Hause.

Ein gelungener Tagesausflug, danke an dieser Stelle an Christoph für die tolle Organisation.